Wissen für die Praxis

Fragen zum KI-Unterrichtsplaner

Antworten zur KI-gestützten Unterrichtsplanung, zu Differenzierung, Datenschutz, Zuverlässigkeit und pädagogischer Verantwortung.

Kapitel 1

Unterricht gestalten

Von der realistischen Taktung bis zum klaren Arbeitsauftrag.

Warum ist Differenzierung wichtig?

Inklusiver Unterricht ist der Regelfall und nicht die Ausnahme. In derselben Lerngruppe treffen sonderpädagogischer Förderbedarf, sehr unterschiedliche Sprachstände und Lerntempi aufeinander, die um Faktoren auseinanderliegen. Ohne Differenzierung verfehlt eine Stunde zuverlässig einen Teil der Klasse – nach unten wie nach oben.

Differenzierung bedeutet dabei nicht, drei getrennte Stunden zu planen. Tragfähig ist ein gemeinsamer Kern – dasselbe Thema, dieselbe Kompetenz, dieselbe Sicherung – mit abgestuften Zugängen. Abgestuft werden kann entlang mehrerer Dimensionen:

  • Umfang: Zahl der Aufgaben oder Textmenge – die einfachste, aber schwächste Stellschraube.
  • Komplexität: Anforderungsbereich I bis III, ein Merkmal statt vier, Beispiel statt Abstraktion.
  • Hilfestellung: Wortspeicher, Satzanfänge, Musterlösung im Umschlag, gestufte Tippkarten.
  • Zeit: längere Bearbeitungszeit bei gleicher Aufgabe statt Kürzung.
  • Sozialform: Partnerarbeit als Stütze, Einzelarbeit als Anforderung.
  • Ergebnisform: Stichpunkte, Tabelle, Zeichnung oder Fließtext – der Inhalt bleibt derselbe.

Der Unterschied zwischen quantitativer und qualitativer Differenzierung ist entscheidend: Wer nur Aufgaben streicht oder hinzufügt, produziert oben „mehr vom Gleichen“ und unten Langeweile. Qualitative Differenzierung verändert den Zugang. Beispiel Biologie, Fotosynthese: Die Basisvariante beschriftet ein vorbereitetes Schema mit Wortspeicher, die Regelvariante erklärt den Vorgang anhand einer Leitfrage, die Erweiterung überträgt ihn auf einen Pflanzenversuch mit veränderten Lichtbedingungen. Alle drei liefern zur Sicherung eine Aussage über denselben Zusammenhang.

Genau diese Anschlussfähigkeit ist der häufigste Bruch. Wenn die Basisgruppe im Plenum nichts beitragen kann, weil sie an einem anderen Gegenstand gearbeitet hat, war es keine Differenzierung, sondern Parallelunterricht. Die Sicherung wird deshalb zuerst geplant, die Varianten danach. Individuelle Anpassungen kommen dort hinzu, wo ein Förderschwerpunkt es verlangt: handelnd oder bildgestützt bei Geistiger Entwicklung, Wortspeicher bei Sprache, kontrastreiche Vergrößerung bei Sehen, eng begrenzte Aufträge bei emotional-sozialer Entwicklung. TeachFOCUS erzeugt die drei Stufen samt individueller Varianten aus den hinterlegten Profilen der Lerngruppe.

Was bringt eine Stundenverlaufsplanung?

Vor allem Durchführbarkeit. Eine Verlaufsplanung zwingt dazu, pro Phase Minuten, Sozialform, Material und Ergebnis festzulegen – und macht vor der Stunde sichtbar, was rechnerisch gar nicht hineinpasst. Sie ist zugleich Grundlage für Unterrichtsbesuche und macht die Nachbereitung konkret, weil benennbar wird, welche Phase gekippt ist.

Ein tragfähiges Grundmuster für 45 Minuten:

  • Einstieg und Aktivierung: 5–8 Minuten, Stundentransparenz sichtbar
  • Erarbeitung I: 12–15 Minuten, eine Sozialform, ein Arbeitsauftrag
  • Bewegungs- oder Wechselphase: 3–5 Minuten
  • Erarbeitung II oder Anwendung: 10–12 Minuten
  • Sicherung: 6–8 Minuten, Ergebnis wird verschriftlicht oder visualisiert
  • Abschluss: 2–3 Minuten, Ausblick und Hausaufgabe

Im 90-Minuten-Block trägt eher ein Doppelbogen als ein gestrecktes 45er-Raster:

  • Einstieg und Problemstellung: 10 Minuten
  • Erarbeitung I mit Zwischensicherung: 25 Minuten
  • Bewegungs- oder Wechselphase: 5 Minuten
  • Vertiefung, Anwendung oder Stationenarbeit: 25 Minuten
  • Präsentation und Diskussion: 15 Minuten
  • Sicherung und Ausblick: 10 Minuten

Woran Planungen real scheitern, ist selten der Inhalt. Es sind ungeplante Übergänge, die Materialverteilung, die drei Minuten kostet, und die Sicherung, die als Erstes wegfällt, weil sie am Ende steht. Hilfreich sind deshalb ein markierter Pufferpunkt, an dem gekürzt wird, ohne die Sicherung zu opfern, und Übergänge als eigene, formulierte Handlung: „Material in die Mitte, dann Blick nach vorn.“

Im Unterrichtsbesuch kommt eine formale Erwartung hinzu: Das Verlaufsraster enthält in der Regel Zeit, Phase, Lehrer- und Schüleraktivität, Sozialform, Medien sowie eine Spalte für didaktischen Kommentar oder Alternativen. TeachFOCUS erzeugt die Taktung inklusive Übergängen und prüft die Minutensumme auf Plausibilität.

Was macht einen guten Arbeitsauftrag aus?

Arbeitsaufträge scheitern selten am Inhalt, sondern an der Verpackung. Eine gesprochene Kette mit vier Schritten überfordert zuverlässig einen Teil der Klasse – nicht nur Kinder mit Aufmerksamkeitsschwierigkeiten. Die Folge ist die bekannte Nachfragerunde und eine Arbeitsphase, die erst nach fünf Minuten läuft.

Der Unterschied zeigt sich am Beispiel:

  • Schwach: „Lest euch den Text mal durch und überlegt zu zweit, was da wichtig ist, und dann besprechen wir das gleich.“
  • Tragfähig: „Lies Text A allein. Du hast 7 Minuten. Markiere drei Aussagen zur Ursache. Wenn du fertig bist, vergleichst du leise mit deinem Partner.“

Was den Unterschied ausmacht:

  • ein Handlungsschritt pro Satz, im Imperativ
  • Zeitangabe nennen und sichtbar machen, nicht nur ansagen
  • Ergebnisform benennen: markieren, notieren, zeichnen, drei Stichpunkte
  • Sozialform und Lautstärke vorher klären, nicht mitten in der Phase
  • ein definiertes Ende, damit Schnelle wissen, was danach kommt

Mündlich tragen höchstens zwei Schritte. Alles darüber gehört sichtbar an Tafel, Karte oder Arbeitsblatt – schriftliche Aufträge sind nachlesbar, mündliche entlasten nur, wenn sie kurz sind. Der wirksamste einzelne Schritt ist die Rückversicherung: Eine Person wiederholt den Auftrag in eigenen Worten, erst danach wird Material verteilt. Solange Blätter in der Hand sind, hört niemand mehr zu. In TeachFOCUS entstehen zu jeder Phase fertig formulierte Ansagen, einzelne Sätze lassen sich im Sprachassistenten oder direkt in der Stunde nachschärfen.

Sind Bewegungspausen sinnvoll?

Ja – sofern die Funktion vorher feststeht. Eine Bewegungspause soll entweder aktivieren oder beruhigen. Danach richtet sich die Auswahl, nicht nach Beliebtheit. Aktivierende Formate wirken im Leistungstief nach etwa 20 Minuten Konzentration, beruhigende unmittelbar vor Leistungs- oder Stillarbeitsphasen. Mit zu wählen sind außerdem der verfügbare Platz – im Fachraum mit festen Tischen scheiden Laufformate aus – und die Altersstufe.

  • Ecken-Sprint (aktivierend, 5 Min, braucht Platz): Ecken mit 1–4 nummerieren, eine Zahl nennen, alle laufen hin. Der letzte Durchgang endet im Stehen mit drei tiefen Atemzügen, das leitet zurück in die Ruhe.
  • Platzwechsel (aktivierend, 5 Min): „Alle, die … tauschen den Platz.“ Werden die Aussagen an das Stundenthema gekoppelt, bleibt der Inhalt aktiv und die Phase ist keine Unterbrechung, sondern Wiederholung.
  • Stille Dehnung am Platz (beruhigend, 2 Min, ohne Platzbedarf): Schultern, Nacken, Hände; Sprechverbot, Licht gedimmt. Funktioniert auch im Computerraum.
  • Zählatmung (beruhigend, 1–2 Min): vier Sekunden ein, sechs aus, fünfmal. Unauffällig genug, um vor Klassenarbeiten eingesetzt zu werden.

In der Sekundarstufe II werden Laufformate meist abgelehnt; wirksam bleiben dort Sozialformwechsel mit Ortswechsel – Gallery Walk, Murmelrunde im Stehen, Positionslinie im Raum. Der Effekt entsteht ohnehin durch Haltungs- und Blickwechsel, nicht durch Anstrengung.

Unverzichtbar ist die Abbruchregel: ein festes, vorher geübtes Signal, nach dem alle sitzen. Ohne dieses Signal kostet die Pause mehr Zeit, als sie einbringt. TeachFOCUS setzt eine passende Idee samt Abbruchsignal direkt in die vorgesehene Phase der Verlaufsplanung.

Kapitel 2

Lerngruppe & Förderung

Gemeinsamer Lerngegenstand, unterschiedliche Zugänge und klare Abgrenzungen.

Was hilft bei Schüler*innen mit Förderbedarf?

Der gemeinsame Nenner lautet: Struktur sichtbar machen und Anforderungen portionieren. Die Begründung und damit die konkrete Maßnahme unterscheiden sich je nach Schwerpunkt.

  • ADHS: Aufmerksamkeitssteuerung und Impulskontrolle. Aufgaben in sichtbar abgeschlossene Teile zerlegen, Erfolgserlebnisse in kurzen Abständen, leise vereinbarte Refokussierungs-Signale statt Ansprache vor der Klasse, reizarmer Platz mit Blick zur Tafel.
  • Autismus-Spektrum: Vorhersehbarkeit und Reizregulation. Ablauf als Symbolleiste an der Tafel, Wechsel vorher ankündigen, eindeutige statt bildhafter Sprache, benannte Rückzugsmöglichkeit, Gruppenarbeit mit klar zugewiesener Rolle.
  • Lernen: didaktische Reduktion auf den lernbaren Kern, Vorwissen aktivieren statt voraussetzen, kleinere Lernschritte mit unmittelbarer Rückmeldung, Wiederholung in variierter Form – und Aufgaben, deren Erfolg realistisch erreichbar ist.
  • Hören: Sprech- und Sichtbedingungen. Zugewandt sprechen, nicht beim Schreiben an der Tafel, Beiträge aus der Klasse wiederholen, Störschall reduzieren, Höranlage konsequent nutzen, Arbeitsaufträge zusätzlich schriftlich.
  • Emotional-soziale Entwicklung: Beziehungssicherheit und Berechenbarkeit. Eng begrenzte, überschaubare Aufträge, angekündigte Regeln mit vorhersehbarer Konsequenz, Deeskalation außerhalb der Klassenöffentlichkeit, Verantwortungsrollen als Entlastung.
  • Sprache und Sehen: Wortspeicher, Satzmuster und entlastete Fachsprache beim Schwerpunkt Sprache; kontrastreiche Vergrößerung, taktile Zugänge und verbalisierte Tafelbilder beim Schwerpunkt Sehen.

Wichtig ist die Unterscheidung dreier Instrumente, die im Alltag oft vermischt werden. Differenzierung verändert Zugang und Anforderung innerhalb des Unterrichts. Nachteilsausgleich verändert nur die Bedingungen – Zeitzuschlag, Pausen, getrennter Raum, mündlich statt schriftlich, technische Hilfsmittel – und lässt die Anforderung unverändert; er wird nicht im Zeugnis vermerkt. Notenschutz nimmt dagegen einen Leistungsbereich aus der Bewertung heraus und ist in mehreren Ländern vermerkpflichtig. Geregelt wird beides über die Schulgesetze und Verordnungen der Länder, vereinbart in der Regel schriftlich in der Klassenkonferenz. In TeachFOCUS entstehen aus den pseudonymen Schüler*innenprofilen konkrete Tipps, Signale und individuelle Differenzierungen für genau diese Stunde.

Wie hilft ein Lerngruppenprofil bei der Planung?

Differenzierung lässt sich nicht abstrakt planen. Sie setzt eine beschriebene Lerngruppe voraus: Schulform und Jahrgang, Klassengröße, Sprachstände, Förderschwerpunkte, aktuelle Dynamik. Genau diese Angaben liegen im Alltag verstreut vor – im Kopf, im Notizbuch, im Förderplan – und werden bei jeder Planung neu zusammengesucht.

Ein einmal angelegtes Lerngruppenprofil dreht das um. In TeachFOCUS werden Klassen mit Schulform, Größe und Rahmenbedingungen hinterlegt und einzelne Schüler*innen als pseudonyme Profile ergänzt – ohne Klarnamen, mit den planungsrelevanten Merkmalen: Förderschwerpunkt, Sprachstand, Arbeitsverhalten, wirksame Strategien. Beim Planen wird die Klasse ausgewählt, die Angaben werden übernommen.

  • Die Lerngruppenangaben müssen nicht bei jeder Stunde neu eingegeben werden; das Formular ist in wenigen Klicks gefüllt.
  • Die individuellen Differenzierungen beziehen sich auf reale Profile statt auf Durchschnittsannahmen.
  • Beobachtungen aus einer Stunde lassen sich im Profil ergänzen und wirken auf alle folgenden Planungen.
  • Für Unterrichtsbesuche liefert das Profil den Rohstoff der Bedingungsanalyse in pseudonymer Form.

Der Aufwand fällt einmal pro Klasse an, meist zu Schuljahresbeginn. Angelegt werden Klassen und Profile im Bereich „Klassen“.

Was gehört in einen Unterrichtsentwurf für einen Unterrichtsbesuch?

Die verbindliche Form gibt das jeweilige Seminar vor – Umfang und Reihenfolge weichen zwischen Bundesländern und Fachseminaren erheblich ab. Verlangt werden fast überall dieselben Bausteine:

  • Bedingungsanalyse: Lerngruppe, Vorwissen, Lernvoraussetzungen, Besonderheiten einzelner Schüler*innen in pseudonymer Form, räumliche und zeitliche Rahmenbedingungen.
  • Einordnung in die Reihe: vorangegangene und folgende Stunde, damit die Stunde als Glied einer Sequenz erkennbar ist.
  • Sachanalyse: der Fachinhalt aus fachwissenschaftlicher Sicht – knapp, belegt und ohne Lehrbuchreferat.
  • Didaktische Analyse und Reduktion: Begründung der Auswahl, Bezug zum Rahmenlehrplan, Rückführung des Inhalts auf den lernbaren Kern.
  • Lernziele oder Kompetenzerwartungen: beobachtbar formuliert – was Schüler*innen am Stundenende zeigen können, nicht was behandelt wird.
  • Methodische Begründung: warum diese Sozialformen, Medien und Differenzierungen – inklusive der verworfenen Alternative.
  • Verlaufsraster: Zeit, Phase, Lehrer- und Schüleraktivität, Sozialform, Medien, didaktischer Kommentar.
  • Anhang: Material, Tafelbild, Erwartungshorizont, Literaturangaben.

Bewertet wird vor allem die Stimmigkeit: Ziel, Aufgabe und Sicherung müssen dieselbe Kompetenz meinen, und die Differenzierung muss zur beschriebenen Lerngruppe passen. TeachFOCUS liefert Verlaufsraster, Ziele und Standards sowie die Differenzierungsstufen als Rohfassung; Sachanalyse und didaktische Begründung bleiben Aufgabe der Lehrkraft.

Phasierung, Artikulationsschema, Verlaufsplan – was heißt was?

Für dieselbe Sache kursieren je nach Bundesland, Seminar und Jahrgang unterschiedliche Begriffe. Eine kurze Übersetzungshilfe:

  • Phasierung / Artikulationsschema / Verlaufsraster / Stundenverlaufsplan: die zeitliche Gliederung der Stunde. Bei TeachFOCUS Stundenverlaufsplanung.
  • Unterrichtsentwurf / Stundenentwurf / Stundenbild / Unterrichtsskizze: die schriftliche Fassung der Planung für Unterrichtsbesuch oder Lehrprobe.
  • Standardkonkretisierung / Lernzielformulierung / Kompetenzerwartung: das beobachtbare Können am Stundenende. Bei TeachFOCUS Ziele und Standards.
  • Binnendifferenzierung / innere Differenzierung / Niveaustufen: abgestufte Zugänge innerhalb derselben Lerngruppe. Bei TeachFOCUS Differenzierung.
  • Ergebnissicherung / Sicherungsphase / Konsolidierung: die Phase, in der das Ergebnis verschriftlicht oder visualisiert wird.
  • Classroom Management / Klassenführung: Regeln, Rituale, Übergänge und Signale – bei TeachFOCUS unter anderem die Refokussierungs-Signale.
  • Didaktische Reduktion: Rückführung des Fachinhalts auf den lernbaren Kern.
  • Nachteilsausgleich: veränderte Bedingungen bei gleichbleibender Anforderung – abzugrenzen vom Notenschutz.

Kapitel 3

Schulalltag organisieren

Stundenplan, Import, Materialien und Lernen aus vergangenen Stunden.

Wie funktioniert der Stundenplan?

Der Stundenplan ist ein Wochenraster für Montag bis Freitag mit bis zu zehn Stunden. Jede Stunde lässt sich mit Klasse, Raum, Fach, Thema und Reihe eintragen, die Start- und Endezeiten der Stunden sind anpassbar. Wiederkehrende Stunden werden als wöchentliche oder zweiwöchentliche Serie angelegt – so lassen sich auch A- und B-Wochen abbilden. Parallele Varianten helfen, wenn noch offen ist, was zählt: Es zählt nur die gewählte Variante. Einzelne Termine können aus der Serie entfallen, ohne die Serie zu löschen.

Weitere Lehrkräfte lassen sich eintragen, zum Beispiel bei Doppelbesetzung oder Hospitation. Über den Klassenfilter zeigt der Plan nur die Stunden einer Lerngruppe – etwa passend zu der Klasse, die gerade in der Übersicht geöffnet ist. Noch offene Reflexionen vergangener Stunden werden im Plan gemeldet.

Aus jedem Eintrag lässt sich direkt eine angepasste Stunde erzeugen; geplante Stunden werden im Plan sichtbar. Der Stundenplan lässt sich drucken und als .ics-Datei in den eigenen Kalender exportieren.

Wie importiere ich meinen Stundenplan?

Über das Popup-Menü im Stundenplan stehen drei Wege bereit: eine .ics-Datei, ein öffentlicher WebUntis-Link oder ein Screenshot des Stundenplans. Die KI-Auswertung eines Screenshots kostet 1 Credit. Doppelstunden und Lehrkraft-Kürzel werden erkannt und übernommen.

Nach dem Import lassen sich alle Einträge wie von Hand angelegte bearbeiten: verschieben, umbenennen, in Serien umwandeln, mit Klasse und Thema verknüpfen oder löschen. Einzelne Stunden, die der Import nicht sauber erkannt hat, lassen sich einfach korrigieren.

Wie bekomme ich den Stundenplan in meinen Kalender?

Der Stundenplan lässt sich als .ics-Datei exportieren und einem Kalender zuordnen – zum Beispiel Arbeit, Schule, Unterricht oder Privat. Die angepassten Stundenzeiten fließen in den Export ein. Unter stundenplan.teachfocus.org öffnet sich direkt der Stundenplan; die Adresse lässt sich wie eine App auf dem Homescreen ablegen.

Kann ich Material auch ohne Stundenplanung erstellen?

Ja. Auf der Seite „Material erstellen“ wählen Sie Klasse, Niveaustufe, Fach und Materialart, nennen das Thema und beschreiben kurz, was Sie brauchen – ganz ohne vorher eine Stunde zu planen. Die Beschreibung lässt sich auch diktieren.

TeachFOCUS erzeugt das Material direkt in der App (3 Credits). Sie laden es als Word-, PDF- oder PowerPoint-Datei herunter oder öffnen es als bearbeitbares Design in Canva. Jedes Ergebnis landet automatisch in „Meine Materialien“ und bleibt dort nach Klasse, Fach und Thema geordnet abrufbar.

Wie erstelle ich Material mit KI?

Am schnellsten über „Material erstellen“ – ganz ohne Stundenplanung: Klasse, Niveaustufe und Thema wählen, kurz beschreiben, was Sie brauchen, und das Material direkt erstellen lassen. Das Ergebnis ist bearbeitbar, als DOCX, PDF oder PPTX herunterladbar und lässt sich mit einer Canva-Anbindung als bearbeitbares Design öffnen.

Alternativ entsteht für jede geplante Stunde ein fertiger KI-Prompt, der in eine KI freier Wahl eingefügt werden kann, oder das Material wird direkt aus der Stunde heraus erzeugt (3 Credits) – dann passend zu Verlauf, Differenzierung und Lerngruppe der Stunde.

Passen Arbeitsblatt und Präsentation zu meiner Stundenplanung?

Ja, wenn Sie Material aus einer angepassten Stunde erstellen. Die Arbeitsphasen und ihre Minuten geben die Teile des Arbeitsblatts vor. Die Präsentation übernimmt die fertigen Blattteile und ordnet ihnen Auftragsfolien mit denselben Aufgaben und Sozialformen zu.

TeachFOCUS weist auf Abweichungen bei den Zeiten oder fehlenden Folienverweisen hin. Prüfen Sie die fertigen Inhalte vor der Stunde. Direkt erstelltes Einzelmaterial ist dagegen nicht mit einer Stunde verknüpft.

Kann ich Material und Präsentation gleich zusammen mit der Stunde erstellen?

Ja. Wählen Sie beim Anpassen einer Stunde „Materialien gleich mit erstellen“. Zuerst entsteht das Arbeitsblatt der Stunde, dann weitere geplante Materialien und zuletzt die Präsentation. So können die Folien auf das fertige Blatt Bezug nehmen.

Jedes neu erstellte Material und die Präsentation kosten jeweils 3 Credits. Welche Materialien die Planung vorschlägt, sehen Sie nach dem Anpassen der Stunde.

Wie funktioniert die Canva-Anbindung?

Jede Lehrkraft verbindet einmalig ihr eigenes Canva-Konto – im Profil unter „Canva-Verbindung“ oder direkt beim ersten Klick auf „In Canva öffnen“. Dafür genügt ein kostenloses Canva-Konto; Lehrkräfte können außerdem das kostenlose Canva für Bildungseinrichtungen (Canva for Education) nutzen.

Das fertige Material wird danach in den persönlichen Canva-Arbeitsbereich übertragen und lässt sich dort frei layouten. TeachFOCUS stellt nur die Verbindung her: Die Designs bleiben im eigenen Konto, andere Konten haben keinen Zugriff darauf. Das Öffnen in Canva kostet keine Credits.

Kann ich in Canva bearbeitete Materialien zurückholen?

Ja. Nach dem Gestalten in Canva klicken Sie beim Material auf „Aus Canva übernehmen“. Die Canva-Fassung steht danach als PDF im Download bereit und wird im Live-Modus genau so an die Wand geworfen – Lösungsseiten bleiben verborgen. „Entfernen“ stellt jederzeit die teachFOCUS-Fassung wieder her.

Brauche ich dafür ein kostenpflichtiges Canva-Konto?

Nein. Ein kostenloses Canva-Konto oder das kostenlose Canva for Education genügt. Öffnen und Zurückholen kosten in teachFOCUS keine Credits.

Was sind eigene Materialarten?

Eigene Materialvorlagen mit Eckdaten, Struktur, Bildern und Beispieldateien. Sie werden unter /materialarten angelegt und fließen in die KI-Prompts ein, damit das Material passgenauer zum eigenen Unterricht wird.

Was bringt die Reflexion nach der Stunde?

Eine kurze Rückmeldung zur Stunde, auch diktierbar, wird von der KI ausgewertet und fließt in die Planung der Folgestunde ein. So bleiben Erfahrungen mit der Lerngruppe erhalten und wirken auf die nächste Planung.

Kapitel 4

TeachFOCUS-KI sicher nutzen

Wie die KI plant, wo ihre Grenzen liegen und welche Verantwortung bei der Lehrkraft bleibt.

Was kann TeachFOCUS?

TeachFOCUS ist ein KI-Unterrichtsplaner für Lehrkräfte. Aus einer Idee oder einer vorhandenen Planung erstellt die KI eine vollständige, lebensweltnahe und inklusive Stunde. Thema, Ziel, Lerngruppe und Ihre Vorgaben bilden den Kontext.

  • Klassen und pseudonyme Schüler*innenprofile als Grundlage jeder Planung
  • getaktete Stundenverlaufsplanung inklusive passender Bewegungspause
  • Ziele und Standards sowie Ablaufplan mit Symbolideen für die Tafel
  • kleinschrittige Anweisungen für jede Phase
  • Differenzierung in drei Stufen samt Refokussierungs-Signalen
  • Vorbereitungsliste: was vor der Stunde noch zu erledigen ist
  • Stundenplan mit Import und Export, Serien, Varianten und parallelen Einträgen
  • Material-KI-Erstellung inklusive DOCX-Export und Canva-Anbindung
  • eigene Materialarten-Datenbank
  • Timer, Reflexion mit Diktat und KI-Chat zur Stunde

Die pädagogische Verantwortung bleibt bei der Lehrkraft: KI-Vorschläge sind vor dem Einsatz fachlich zu prüfen.

Wie plant TeachFOCUS Unterricht mit KI?

Sie geben Thema, Ziel, Fach, Zeit und – wenn vorhanden – Ihren Ablauf ein. Eine ausgewählte Klasse ergänzt pseudonyme Angaben zu Lernniveau, Sprache, Förderbedarfen und bisherigen Reflexionen. Die TeachFOCUS-KI verbindet diesen Kontext, statt mit einer beliebigen Standardklasse zu planen.

Das Ergebnis erscheint in getrennten Karten: Ziele und Standards, Stundenverlaufsplanung, Ablauf, Anweisungen, Differenzierung, Vorbereitung und Material. Dadurch lässt sich jeder Teil einzeln prüfen und gezielt überarbeiten.

Wie zuverlässig sind KI-Ergebnisse?

KI kann überzeugend formulieren und trotzdem Fakten verwechseln, Quellen erfinden oder die Lerngruppe falsch einschätzen. Prüfen Sie deshalb vor dem Einsatz fachliche Aussagen, Zahlen, Aufgabenlösungen, Sprache, Zeit und Durchführbarkeit.

Bei faktenlastigen Materialarten nutzt TeachFOCUS Recherche und ergänzt einen Quellenblock. Öffnen Sie die wichtigsten Quellen trotzdem und kontrollieren Sie, ob sie die konkrete Aussage belegen. Weitere Hinweise stehen im Ratgeber zur Prüfung von KI-Ergebnissen.

Welche Daten erhält die KI?

Für eine ausgelöste KI-Funktion werden die dafür nötigen Angaben verarbeitet, etwa Thema, Ziel, vorhandener Ablauf und ausgewählter pseudonymer Lerngruppenkontext. Geben Sie keine Klarnamen, Kontaktdaten oder vollständigen Diagnosedokumente ein.

Ohne Anmeldung bleiben gespeicherte Planungen lokal im Browser. Details zur Verarbeitung bei KI-Anfragen stehen in der Datenschutzerklärung.

Ersetzt die KI die pädagogische Entscheidung?

Nein. Die KI strukturiert, formuliert und schlägt Varianten vor. Sie kennt aber nicht die gesamte Situation, Beziehungen und Dynamik Ihrer Klasse. Lernziel, Auswahl, Anpassung, fachliche Freigabe und pädagogische Verantwortung bleiben vollständig bei der Lehrkraft.

Wie lassen sich KI-Ergebnisse gezielt verbessern?

Nennen Sie ein beobachtbares Lernziel, Fach, Jahrgang, Zeit, Vorwissen, gewünschte Ergebnisform und Grenzen. Ein vorhandener Ablauf sollte mitgegeben werden, wenn er erhalten bleiben soll.

Überarbeiten Sie konkret: statt „besser“ etwa „Arbeitsauftrag auf zwei Sätze kürzen“, „Basisniveau mit Wortbank“ oder „Sicherung auf fünf Minuten begrenzen“. So bleibt erhalten, was bereits passt.

Nach welchen pädagogischen Grundsätzen arbeitet TeachFOCUS?

Sieben Grundsätze leiten Vorschläge für Stunden, Material, Präsentationen und Überarbeitungen: Anschluss an Lebenswelt und Schulumfeld, Spannung und Abwechslung, eine positive Fehlerkultur, inklusive und vielfältige Zugänge, Kreativität und kritisches Denken, ein zum Reihenstand passender Blick auf Gegenwart und Zukunft sowie Ergebnisse mit echtem Zweck.

Klassenprofil, Förderbedarfe, bisherige Reflexionen und – falls angegeben – das Schulumfeld liefern den Kontext. Aktuelle Fakten werden nur dort recherchiert, wo der Auftrag es verlangt. Die KI macht daraus Vorschläge; die Lehrkraft prüft, verändert und entscheidet, was pädagogisch und fachlich passt.

Was kostet TeachFOCUS?

Ohne Konto sind 15 KI-Anfragen pro Monat frei, mit kostenlosem Konto 20. Bezahlte Tarife beginnen bei 2,99 € im Monat, für Studierende und Referendar:innen gibt es nach kurzem Nachweis vergünstigte Tarife. Details stehen auf der Tarifseite. Die direkte Materialerstellung kostet 3 Credits, der Screenshot-Import des Stundenplans 1 Credit.

Was passiert, wenn ich ein Jahresabo kündige?

Die Kündigung wird zum Ende des bezahlten Zeitraums wirksam: Wer zum Beispiel nach sechs Monaten kündigt, nutzt alle Vorteile noch volle sechs Monate weiter – bis zum exakten Tag, an dem das Jahr abgelaufen wäre. Eine Kündigung löst keine anteilige Erstattung aus. Nach Ablauf wechselt das Konto automatisch in den kostenlosen Tarif – alle Stunden, Klassen und Materialien bleiben erhalten.

Was passiert mit den Daten?

Ohne Anmeldung bleibt alles im Browser des jeweiligen Geräts. Mit Konto werden Stunden und Klassen im persönlichen Bereich gespeichert und geräteübergreifend synchronisiert. Schüler*innenprofile werden ausdrücklich pseudonym geführt – keine Klarnamen, keine Diagnosedaten. Es gibt kein Tracking und keine Analytics. Näheres in der Datenschutzerklärung.

Kann ich Unterrichtsreihen planen und Stunden wiederverwenden?

Wird im Formular ein Reihenname vergeben (z. B. „Brüche – 6b“), werden Stunden derselben Reihe auf der Startseite gruppiert, und die KI berücksichtigt automatisch die vorherige Stunde der Reihe – inklusive ihrer Reflexion. Über „Neue Stunde aus dieser“ lassen sich alle Eingaben als Vorlage für die Folgestunde übernehmen.

Kann ich eine angepasste Stunde mit Kolleg:innen teilen?

Auf der Ergebnisseite erzeugt „Öffentlich teilen“ einen Link zur Weitergabe. können. Geteilt werden Thema, Verlaufsplanung, Anweisungen, Signale, Differenzierungsstufen und Vorbereitungsliste – niemals Schülerprofile, individuelle Förderhinweise oder Reflexionen. Die Freigabe lässt sich jederzeit mit einem Klick wieder aufheben.

Wie installiere ich TeachFOCUS?

TeachFOCUS ist eine Progressive Web App. Sie läuft im Browser, lässt sich aber wie eine normale App auf dem Startbildschirm oder Homescreen ablegen und öffnet sich dann im Vollbildmodus ohne Browserleiste. Gespeicherte Stunden und der Timer funktionieren auch ohne Internetverbindung.

  • Chrome / Edge (Windows, macOS, Chromebook): Rechts in der Adressleiste erscheint ein kleines Symbol für „App installieren“ oder „Installieren“. Alternativ über das Menü (⋮) → „App installieren“.
  • Chrome (Android): Unten erscheint oft ein Banner „Zum Startbildschirm hinzufügen“. Sonst über das Menü (⋮) → „Zum Startbildschirm hinzufügen“.
  • Safari (iPhone / iPad): Teilen-Symbol unten oder oben → „Zum Home-Bildschirm“.
  • Firefox: Menü → „Installieren“ oder „Zum Startbildschirm hinzufügen“.

Nach der Installation liegt das TeachFOCUS-Icon neben den anderen Apps. Eine Anmeldung ist dafür nicht nötig.

Stunde planen oder eine vorhandene passend für die Lerngruppe machen.