TeachFOCUS-Ratgeber · Lehrer:innenalltag · 2 Min. Lesezeit

Stundenplanung im Referendariat

Im Referendariat treffen volle Stundentafel und hohe Planungsansprüche aufeinander. Zwischen Seminar, Unterrichtsbesuchen und Klassenarbeiten bleibt wenig Zeit – umso wichtiger sind Routinen, die Entwürfe schneller machen, ohne die Qualität zu opfern.

Kurz gesagt

  • Prüfer lesen zuerst Ziel, Verlauf und Begründung – in dieser Reihenfolge.
  • Die Stunde muss zur Lerngruppe passen, nicht zur Methodenvielfalt.
  • Ein realistischer Plan B ist ein Qualitätsmerkmal, kein Eingeständnis.

Entwürfe effizient vorbereiten

Der größte Zeitfresser ist das leere Blatt. Arbeiten Sie mit einem festen Entwurfsgerüst: Lerngruppe, Kompetenzziel, Verlaufsplan, Material, Differenzierung, Erwartungshorizont. Wer das Gerüst einmal hat, füllt es pro Stunde statt es neu zu erfinden.

Nutzen Sie Ihre Alltagsstunden als Fundus: Eine gut gelaufene Stunde ist die halbe Planung für den nächsten Unterrichtsbesuch im gleichen Themenfeld.

Der Unterrichtsbesuch: was Prüfer wirklich sehen wollen

Prüferinnen und Prüfer bewerten keine Show, sondern Passung: Stimmen Kompetenzziel, Aufgaben und Sicherung überein? Reagiert die Lehrkraft auf die Lerngruppe? Ein mutiger, einfacher Entwurf mit sauberer Verlaufsplanung schlägt ein überladenes Feuerwerk.

  • Didaktischer Kommentar: Warum diese Stunde, warum jetzt, warum so?
  • Zeitliche Alternativen einplanen – Flexibilität wird positiv gewertet.
  • Material sprachlich differenzieren, beispielsweise mit Leichter Sprache.
  • Ergebnissicherung ernst nehmen: Ohne Sicherung keine belastbare Stunde.

Zeitfalle Perfektionismus

Nicht jede Stunde ist ein Unterrichtsbesuch. Für Alltagsstunden reicht eine verlässliche Halbseitenplanung; die volle Schriftlichkeit ist den Besuchen und Entwürfen fürs Seminar vorbehalten. Wer jede Stunde dreistündig plant, ist im November am Ende.

So unterstützt TeachFOCUS

TeachFOCUS erstellt aus Ihrer Stundenidee Verlaufsplan, Material und Präsentation in einem Durchgang – auf Wunsch als kompletter Unterrichtsbesuch mit didaktischem Kommentar. Lebenswelt, Aktivierung, Fehlerkultur, Klasse und Förderbedarfe werden gemeinsam berücksichtigt. So fließt weniger Kraft in wiederkehrende Ausarbeitung und mehr in Beziehungsarbeit und Gruppenprozesse.

Häufige Fragen

Wie lang darf der Entwurf sein?

So lang wie das Seminar vorgibt. Inhaltlich trägt ein Entwurf, wenn Ziel, Verlauf, Differenzierung und Begründung ohne Wiederholungen aufeinander verweisen.

Wie viele Methoden braucht ein Unterrichtsbesuch?

Eine tragende Methode, sauber durchgeführt, wirkt stärker als drei angerissene. Entscheidend ist der Erkenntnisweg der Kinder.

Aus dem Grundsatz wird Unterricht

Bereiten Sie schnell einen Unterrichtsbesuch vor, der fachliche Passung und die konkrete Lerngruppe sichtbar verbindet.

Unterrichtsbesuch planen